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Finnentrop, 14. November 2010
Leserbrief zum Artikel in der WP/WR vom 13. November

"Heß löst Müller als Kämmerer ab"

Vorstellungsgespräche für Bilanzbuchhalter erfolgen drei Jahre zu spät
Artikel aus der WP / WR vom 13.11.2010
Artikel aus der WP/WR vom 13.11.2010

In den 20 Dienstjahren als Verwaltungsbeamter und Kämmerer der Gemeinde Finnentrop überzeugte Herr Ludger Müller als ausgewiesener und über die Gemeindegrenzen anerkannter Fachmann in allen Fragestellungen der Kameralistik, also dem alten Rechnungswesen im öffentlichen Sektor. Im Gegensatz dazu positioniert sich seit einigen Jahren innerhalb der öffentlichen Verwaltung nun das NKF - Neues Kommunales Finanzmanagement.

Beide Verfahren betrachten zwar die Einnahmen und Ausgaben, allerdings definieren sich die Begrifflichkeiten von „Erträge und Aufwendungen“ sowie „Aktiva und Passiva“ nicht als Wissenszweig einer klassischen Verwaltungskarriere sondern bilden den Grundstock einer kaufmännischen Ausbildung. Als Anerkenntnis der Notwendigkeit dieser Qualifikation haben alle Städte und Gemeinden dem Kämmerer zwecks Umsetzung des NKF externen Sachverstand in Gestalt eines Bilanzbuchhalters oder sogar Betriebswirts zur Seite gestellt.

Nicht so geschehen in Finnentrop - erklärte sich die Verwaltungsspitze vor ca. drei Jahren doch noch mit dem Hinweis: „keine neue Stelle und keine zusätzlichen Stunden für die Kämmerei“. Dabei verantwortet der Bürgermeister allein die Personalhoheit, also auch die Entscheidung, einem nicht adäquat geschulten Mitarbeiter alleinverantwortlich diesen äußerst problematischen Sachverhalt zu überantworten, während andere Kommunen sämtlich einen anderen Weg beschritten haben. Ein solch grob fahrlässiges Verhalten rechtfertigt eindeutig den Vorwurf eines Organisationsverschuldens.

Das Ergebnis ist bekannt - die Jahresabschlüsse 2007, 2008 und 2009 sind noch immer vakant. Die in diesem Monat seitens der Person des Bürgermeisters initiierten Vorstellungsgespräche für die Stellenbeschreibung (hier klicken) eines Bilanzbuchhalters erfolgen mithin drei Jahre zu spät. Einmal wieder treibt sich der Bürgermeister im „Niemandsland der Unverantwortlichkeit“ herum!

Herbert J. Weber
SPD Fraktionsvorsitzender


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